Willkommen

auf dieser Seite finden Sie alles Wissenswerte rund um den Alten Schlachthof.
Sie können sich zum Beispiel schnell und unkompliziert über unser aktuelles Programm und unsere Angebote informieren.

Sie finden uns außerdem auf Facebook und Instagram.

DER SCHLACHTHOF IST WIEDER GEÖFFNET!

Gaststätte: mittwochs bis samstags von 18 bis 22 Uhr

Kino: täglich eine Vorstellung um 20 Uhr
fr. bis so. Kinderkino um 15 Uhr

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregelungen der Coronaschutzverordnung!

Wir bitten dringend um vorherige Reservierung!

Reservierung GaststätteReservierung Kino

Aktuell

Jan Philip Zymny

Mistcapala

Musikkbarett mit samtigen Stimmen und jede Menge tiefen philosophischen Einsichten im Gepäck.  Mit Akkordeon, Kontrabass, Ukulele, Cajon, teilweise harmonischem Viergesang, einigermaßen ordentlichem Rhythmusgefühl und stark preisreduzierter Bühnenkleidung lassen die vier Herren jeden einzelnen ihrer Herrenbesuche zu einem wahren Erweckungserlebnis für die Lachmuskeln werden.

Fr. 11.09.20 um 20 Uhr

Jan Philip Zymny

Marion & Sobo Band

Die MARION & SOBO BAND verbindet Globale Musik und Jazz mit Chanson und erschafft ihren eigenen modernen Stil von vokalem Gypsy Jazz. Das Quintett um die franko-amerikanische Sängerin Marion Lenfant-Preus und den polnischen Gitarristen „Sobo“ (Alexander Sobocinski) macht Musik über Schubladen hinweg. Die Musiker erkunden Klangfarben von West- und Ost-Europa, sie nutzen ihre internationale Wurzeln, ihre vielseitigen Reisen und ihren Kontakt zu verschiedenen Kulturen in Deutschland als Grundlage und Quelle der Inspiration für ihre Lieder.

Sa. 18.07.20 um 20 Uhr

Jan Philip Zymny

Tobi Katze

Live-Literatur mit Risiken und Nebenwirkungen! In schlechten Phasen starrt er stundenlang die Raufasertapete an («irre Action für die Augen»), diskutiert ausgiebig mit sich selbst die Sinnlosigkeit des Aufräumens und lässt sich von einem klingelnden Telefon Schuldgefühle einreden. In sehr schlechten Phasen ist sogar das zu anstrengend. “Sie haben eine Depression”, sagt sein Therapeut. “Wenn sie damit meinen, dass meine Hirnchemie laut Arschloch schreit – gebe ich ihnen Recht”, sagt er.

Do. 17.09.20 um 20 Uhr

Jan Philip Zymny

Krümelmucke

Mit einfühlsamen Texten und wundervollen Melodien erobert KRÜMELMUCKE von Christiane Weber die kleinen Herzen seiner begeisterten Zuhörer. Musik, die nicht überfordert und bereits die Jüngsten verzaubert. In ihrer sympathischen Zurückgenommenheit bringen die Songs Kinder spielerisch mit Musik in Berührung. Groß und Klein gehen auf spannende Entdeckungsreise, wenn die Lieder Geschichten von Rumpumpeldum und anderen urkomischen Wesen erzählen. Mitmachen, mitsingen und dazu tanzen – alles erlaubt! Da wird sich nach Herzenslaune krümelig gelacht und am Ende eines Konzerts auch schon mal die Bühne erobert

So. 20.09.20 um 11 Uhr

Jan Philip Zymny

Schlachthof_akustisch: Tom Klose

Tom Klose ist ein Mann der Gegensätze: Stets von seiner treuen Gitarre begleitet, singt er mal mit zarter zerbrechlicher Kopfstimme, mal mit harter mächtiger Bruststimme. Dabei präsentiert er sein Herz auf dem Silbertablett, mit einer Garnitur aus tiefer Melancholie und purer Lebensfreude. Diese Dualismen finden sich auch auf seinem neuen Album „Echoes“ wieder, das unter anderem das allgegenwärtige Wechselspiel von Angst und Liebe behandelt.

Do. 24.09.20 um 20 Uhr

Liebes Publikum,

das Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen beschäftigen im Moment uns alle. Über die daraus folgenden Konsequenzen für die Veranstaltungsbranche (zum Beispiel für Künstler, Techniker, Veranstalter oder Spielstätten) wurde bereits viel berichtet. Auch bei uns im Alten Schlachthof steht der Veranstaltungsbereich still, die Gaststätte und das Kino haben ein eingeschränktes Angebot für eine begrenzte Zahl an Gästen.

Alle Informationen zu Veranstaltungen, die ausfallen oder verlegt werden müssen, stehen immer aktuell auf dieser Seite. Sollte irgendwann ein Spielbetrieb wieder möglich sein, werden wir ebenfalls hier darüber informieren. Wir bitten noch um etwas Geduld.

Bis dahin, überlegen Sie, ob Sie gekaufte Karten wirklich zurückgeben möchten! Jede verkaufte Karte trägt dazu bei, die Situation zu verbessern. Sie können auch Gutscheine kaufen oder bereits jetzt Karten für Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte. Tickets erhalten Sie in unserem Onlineshop, Gutscheine können per Mail bestellt werden. Beides bekommen Sie auch in unserer Vorverkaufsstelle: Bis auf Weiteres haben wir mittwochs nachmittags von 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Außerdem wird der Alte Schlachthof von einem Förderverein getragen, dem Sie beitreten oder etwas spenden können. Die Kulturszene ist derzeit für jede Hilfe dankbar! 

Corona

Seit der Corona-Pandemie ist alles anders. Das gesellschaftliche Leben steht mehr oder weniger still, die Kulturstätten hat es dabei als erste und mit am stärksten betroffen. Seitdem uns die Durchführung der Jazznacht am 7.3. untersagt wurde, steht im Alten Schlachthof alles still.
Zwischenzeitlich sind verschiedene Lockerungen  umgesetzt worden. Danach ist es möglich, unter Auflagen wieder zu öffnen. Die Gaststätte und das Kino haben seit dem 2.6. auch wieder geöffnet. Diese Auflagen sind allerdings insbesondere für die Gaststätte so streng, dass sie im Kern dem Geist des Alten Schlachthofs widersprechen. Unser Ziel ist es, Menschen in unseren Räumen Begegnungen zu ermöglichen. Das Ziel der Coronaverordnung ist es, Begegnung und Kontakte zwischen Menschen zu verhindern. Wir wissen noch nicht genau, wie sich dieser Widerspruch auflösen lassen wird. Zwar kommen schon wieder Gäste zu uns, wir sehen aber, dass sich alle allgemein sehr vorsichtig verhalten. 

Was den Saalbetrieb anbetrifft, dürfen wir ohne nummerierte Sitzplätze etwa 40 Gäste einlassen, was  für einen angenehmen und auch wirtschaftlichen Betrieb eindeutig zu wenig ist. Es geht uns hier wie den Kolleginnen und Kollegen vom Schlachthof Wiesbaden: “So sehen wir aktuell hinsichtlich der Atmosphäre keine Chance diese in einem angemessenen Rahmen zu realisieren. Außerdem ist es uns wirtschaftlich nicht möglich Kleinstveranstaltungen durchzuführen, ohne sie mit größeren Veranstaltungen subventionieren zu können.”

Die neueste Fassung der Coronaschutzverordnung erlaubt uns nun, wieder deutlich mehr Gäste im Saal zuzulassen, allerdings nur auf nummerierten Plätzen. Plätze können wir aber nicht im Nachhinein, also falls schon Karten verkauft worden sind, nummerieren, sondern nur vorher oder falls noch keine Karten verkauft worden sind. Das sind nicht viele Veranstaltungen, auf die das zutrifft. Unter den bestehenden Bedingungen werden wir daher — wie in den vergangenen Monaten bereits geschehen — einige Veranstaltungen absagen oder vorzugsweise verlegen müssen. Andere werden wir mit 40 Gästen durchführen und wieder andere mit nummerierten Plätzen ausstatten. Alle Informationen zu Absagen oder Verlegungen finden sich tagesaktuell auf unserer Webseite. Außerdem informieren wir auf Instagram und Facebook. 

Was bereits erworbene Tickets für im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verschobene Veranstaltungen betrifft, gilt, dass sie auch für den neuen Termin ihre Gültigkeit behalten. Gleichwohl können sie auch dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben und in einen Gutschein gleichen Werts getauscht werden.
Auch Tickets für abgesagte Veranstaltungen werden selbstverständlich in einen Gutschein umgewandelt. 

Verschiebungen und Absagen im Kulturhaus Alter Schlachthof:

13.03.20 Jugenddisko verschoben auf den 27.11.20!
14.03.20 Kneipenfestival abgesagt!
15.03.20 Tabaluga abgesagt!
17.03.20 Ohrwurmsingen abgesagt!
19.03.20 Seniorentanz abgesagt!
20.03.20 Jan van Weyde abgesagt!
21.03.20 Zappelparty abgesagt!
25.03.20 Open Stage abgesagt!
26.03.20 Ulla Meinecke verschoben auf den 18.03.21!
28.03.20 Reis against the Spülmachine abgesagt!
29.03.20 Familiendisko verschoben auf den 29.11.20!
02.04.20 John Blek abgesagt!
03.04.20 The Voice of Schnöttentrop abgesagt!
04.04.20 Honigdieb verschoben auf den 29.08.20!
17.04.20 Big Daddy Wilson verschoben auf den 01.04.21!
18.04.20 Wilfried Schmickler verschoben auf den 04.09.20!
19.04.20 Bastian Bielendorfer verschoben auf den 13.12.20!
22.04.20 Wolfgang Trepper verschoben auf den 28.09.20!
24.04.20 Arnulf Rating abgesagt!
25.04.20 Marion & Sobo Band verschoben auf den 18.07.20!
30.04.20 Kapelle Petra verschoben auf den 03.10.20!
01.05.20 Blues Caravan verschoben auf den 16.09.20!
03.05.20 Herr H verschoben auf den 21.11.20!
07.05.20 Liese Lotte Lübke abgesagt!
08.05.20 die feisten verschoben auf den 16.09.21!
09.05.20 Black Rosie verschoben auf den 19.02.21!
10.05.20 KiKlaMo entfällt!
13.05.20 Johann König verschoben auf den 14.01.21!
14.05.20 Tobi Katze verschoben auf den 17.09.20!
15.05.20 Remode verschoben auf den 03.09.20!
16.05.20 Rene Steinberg verschoben auf den 28.01.21!
29.05.20 Fischer & Jung verschoben auf den 27.03.21!
06.06.20 Ingrid Kühne verschoben auf den 05.05.21!
18.06.20 Die Magier 3.0 verschoben auf den 21.05.21!
Was sind eigentlich...Tickets?

Rund um das Thema Tickets erreichen uns regelmäßig Fragen. Nun ist dieses Thema tatsächlich auch nicht ganz so unkompliziert, wie man meinen könnte. Das fängt schon damit an, was eigentlich ein Ticket ist. Die Antwort darauf ist: Mit einem Ticket erwirbt man das Recht, zu einem festen, in der Zukunft liegenden Zeitpunkt, an einem angegebenen Ort sein zu dürfen um dort an einer Veranstaltung teilnehmen zu können. Man erwirbt übrigens nicht das Recht, dass einem die Veranstaltung tatsächlich auch gefällt, wie Fritz Eckenga einmal scherzhaft festgestellt hat.

An Tickets kann man auf vielerlei Weise gelangen: es gibt sie im Vorverkauf bei Vorverkaufsstellen, aber auch an der Abendkasse oder als print@home. Doch was ist, wenn Veranstaltungen verlegt oder abgesagt werden? An wen muss man sich wenden? Wir versuchen im Folgenden auf die wichtigsten Punkte einzugehen.

1. Braucht man ein Ticket?

Ja! Im Regelfall braucht man ein Ticket, um zu Veranstaltungen eingelassen zu werden. Dies gilt selbstverständlich dann, wenn die Veranstaltung kostenpflichtig ist, aber auch für viele kostenlose Veranstaltungen. Werden im ersten Fall von den Eintrittsgeldern alle Kosten von der Technik über den Raum bis zur Gage des Künstlers bezahlt, dienen in beiden Fällen die Tickets dazu, die maximale Zahl der teilnehmenden Personen zu regulieren. Das ist wichtig, denn jede Spielstätte hat ja nur eine begrenzte Kapazität. Wird diese Kapazität überschritten, besteht eine Gefahr für die Sicherheit der Anwesenden, weil das jeweilige Sicherheitskonzept eben auf die maximale Kapazität ausgelegt ist. Umgekehrt bedeutet das zugleich, wer ein Ticket hat, darf auch sicher rein. Das gibt den Gästen und dem Veranstalter Planungssicherheit.

2. Eine Veranstaltung ist ausverkauft. Gibt es noch Karten?

Diese Frage ist tatsächlich eine sehr häufig gestellte. Hartnäckig halten sich Gerüchte, ein bestimmter Prozentsatz an Karten müsse an der Abendkasse vorgehalten werden oder der Veranstalter habe immer noch irgendeine Reserve. Das ist tatsächlich nicht der Fall. Ausverkauft heißt ausverkauft! Das ist ja auch ganz einleuchtend, denn wenn ein Veranstalter Karten verkaufen kann, dann tut er das. Warum sollte man auch Karten, die man verkaufen könnte, nicht verkaufen?
Nun aber wird es kompliziert: Ist nämlich eine Veranstaltung bei einem Vorverkaufssystem ausverkauft, heißt das nicht notwendig, dass es keine Karten mehr gibt. Oftmals verkaufen Veranstalter Karten über mehrere Systeme wie Hellwegticket, Eventim, Reservixx oder ähnliche. Bekommt man bei einem System keine Karten mehr, kann es also durchaus sein, dass es woanders noch Karten gibt. Erst wenn der Veranstalter (oder der Künstler selbst) eine Veranstaltung als ausverkauft meldet, ist sie wirklich ausverkauft.
Aber selbst für diesen Fall ist es nicht ausgeschlossen, noch an Karten zu kommen. Es kommt nämlich recht häufig vor, dass Gäste, die eine Karte für eine Veranstaltung besitzen, aus welchem Grund auch immer die Veranstaltung nun doch nicht besuchen können. Einige Gäste bieten dann in diesem Fall Karten öffentlich an, zum Beispiel über Internetplattformen oder über die Facebook-Seiten der Veranstaltung. Andere stellen sich vor die Spielstätten, um ihre Karten dort direkt anzubieten. Wieder andere fragen den Veranstalter, ob er bereit wäre, die überzähligen Karten an der Abendkasse in seinem Namen zu verkaufen. Letzteres kommt auch bei uns regelmäßig vor, so dass der Eindruck entstehen kann, es gäbe auch bei ausverkauften Veranstaltungen noch Karten. Tatsächlich resultieren diese Karten immer aus privaten Verkäufen. Daraus folgt allerdings, dass es sich lohnen kann, auch zu ausverkauften Veranstaltungen zu gehen, wenn man die Möglichkeit hat, und darauf zu setzen, dort noch von privater Hand Karten kaufen zu können. Oft hat man damit Glück.

3. Kann man Karten umtauschen oder zurückgeben?

Die Antwort auf diese Frage ist: nein. Umtausch oder Rückgabe von Karten sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern die Veranstaltung wie angegeben stattfindet. Zur Erinnerung: mit dem Ticket hat man das Recht erworben, zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort an einer bestimmten Veranstaltung teilzunehmen. Die Aufgabe des Veranstalters ist es, dem Gast dieses Recht einzuräumen und alle dafür notwendigen Dinge zu tun. Kommt der Veranstalter seinen Verpflichtungen nach, hat er seinen Teil des Vertrags erfüllt und darf selbstverständlich erwarten, dass der Gast seinen Teil des Vertrages ebenfalls erfüllt und den Kaufpreis für das Ticket bezahlt. Genau so, wie es im Handel kein Recht auf Umtausch gibt, gibt es eben auch kein Recht, sein Ticket zurückgeben oder umtauschen zu dürfen. Das hat seinen Grund auch darin, dass die Eintrittsgelder zum Lebensunterhalt des Künstlers, des Veranstalters und vieler anderer beitragen und diese damit kalkulieren, um zum Beispiel auch die Ausgaben zu bestreiten, die bei ihnen berufsbedingt anfallen. Würden die bereits durch Ticketverkäufe eingenommene Einnahmen plötzlich wegfallen, könnten alle diese Menschen ihre Arbeit schließlich nicht ausführen, es gäbe dann irgendwann keine Veranstaltungen mehr.
Man stelle sich beispielsweise vor, eine Veranstaltung ist ausverkauft. Eine Woche vorher aber geben die Hälfte der Ticketkäufer ihre Tickets zurück. Im Regelfalle werden diese Tickets dann in der Kürze der Zeit nicht mehr erneut verkauft werden können. Die Veranstaltung findet aber statt und die Ausgaben zur Durchführung der Veranstaltung sind bereits angefallen. Das würde nach kurzer Zeit den Ruin des Veranstalters und des Künstlers nach sich ziehen.
Anders verhält es sich selbstverständlich, wenn der Veranstalter die Veranstaltung aus Gründen, die er zu verantworten hat, absagt oder verschiebt. In diesem Fall wird der Veranstalter vertragsbrüchig und ist verpflichtet, dem Kunden auf Wunsch unverzüglich den vollen Ticketpreis zu erstatten. Allerdings ist in den seltensten Fällen der Veranstalter auch derjenige, der die Tickets verkauft. Im Regelfalle wird das von Ticketvorverkaufssystemen — wie zum Beispiel dem HellwegTicket — mit angeschlossenen Vorverkaufsstellen übernommen. Für den Kunden bedeutet das, die Tickets müssen dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden, da die Vorverkaufsstellen eigenständig sind. Es ist hier ganz ähnlich wie im Einzelhandel: wenn man zum Beispiel einen Pullover bei C&A kauft, kann man ihn nicht bei Karstadt zurückgeben, auch wenn beide Läden dieselbe Marke und dasselbe Modell verkaufen. Es handelt sich bei beiden um verschiedene Händler und das Geld für den Pullover hat ja C&A eingenommen, also kann es auch nur dort ausgezahlt werden. Wer ein Ticket zurückgeben will, muss sich also nicht an den Künstler oder den Veranstalter wenden, sondern an die jeweilige Vorverkaufsstelle.

Was ist eigentlich... Soziokultur?

Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, ist diejenige nach der Bedeutung von “Soziokultur”. Ja, der Alte Schlachthof ist ein soziokulturelles Zentrum. Aber was heißt denn das?

Wer erklären möchte, was Soziokultur ist, muss zunächst erklären, was denn Kultur ist. Das ist gar nicht so einfach und soll hier auch gar nicht geschehen. Man könnte aber ein wenig vereinfachend sagen, zur Kultur gehören alle Praktiken, mit denen der Mensch formend in die Welt eingreift. Wir meinen damit ganz bestimmte Praktiken. Etwas enger gefasst nämlich gehören zur Kultur alle Praktiken, die den Menschen helfen, sich in ihrer Welt zu orientieren. Diese Art von Kultur hat eine lange Geschichte. Zur Beantwortung der Frage, was Soziokultur ist, wird die Geschichte im Mittelalter interessant. Schon immer war es die Aufgabe einer bestimmten Art der Kultur, nämlich der darstellenden und bildenden Kunst, Alltagsleben und vor allem Herrschaftsgebaren zu kommentieren. Im Mittelalter nun aber bildete sich um den Herrscher eine Art höfische Kunst aus, die genau das tat. Es gab zum Beispiel Narren, Gaukler und Spielleute. Insbesondere der Narr war es, den man wohlwollend als einen Vorläufer des heutigen Kabaretts begreifen könnte – aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Neben den höfischen Künstlern gab es auch fahrende Schausteller. Shakespeare zum Beispiel gehörte so einer Truppe an, die von Dorf zu Dorf zog und das Volk mit Theater unterhielt. Je erfolgreicher diese reisenden Theaterleute wurden, desto mehr erweckten sie das Interesse von Herrschenden. Könige, Grafen und andere Adlige oder mitunter auch reiche Bürger unterstützten diese Truppen fortan, um sich als Gönner und Förderer der Kunst zu präsentieren und auch, um sich beim Volke beliebt zu machen. Shakespeares Gruppe gefiel beispielsweise dem König von Schottland und England, Jacob I., so gut, dass sie sich “The King’s Men” nennen durfte – eine hohe Auszeichnung! Von den reisenden Theatergruppen war es nicht mehr weit, bis diese reisenden Theaterleute stehende Theater bekamen, wo sie regelmäßig auftraten. Shakespeare Ensemble beispielsweise bespielte das frisch erbaute Globe Theatre in London. Viele solcher kleinen Volkstheater entstanden. Später dann bauten die Herrschenden auch Theaterhäuser. In Deutschland zeugen die bis heute erhaltenen Staatstheater davon, deren Geschichte teilweise schon im 17. Jahrhundert beginnt, aber teilweise auch noch in den letzten Atemzügen der Aristokratie Anfang des 20. Jahrhunderts. So glorios und pompös sie waren – die Kunstszene, die sich auch immer eine gewisse Widerspenstigkeit und Distanz zu den Herrschenden hatte bewahren wollen, drohte in gewisser Weise zu verharmlosen, weil sie dort in diesen schicken Häusern von eben diesen Herrschenden und dem im Entstehen begriffenen Bürgertum vereinnahmt wurde. Das Volk jedenfalls ging nicht in das Wiener Opernhaus, um Mahlers Sinfonien zu hören.
Das Volk ging in Kneipen und verlustierte sich dort! Dort, in diesen Kneipen, entstand in Paris um 1880 herum eine neue Kunstform, das Cabaret (das Wort bedeutet “kleine Kneipe”). Das Cabaret, so heißt es in der Selbstbeschreibung des ersten Betreibers und, wenn man so will, Begründers dieser neuen Kunstform, soll die politischen Ereignisse persiflieren, die Menschheit belehren und ihr die Dummheit abgewöhnen. Dieser Anspruch ist es, mit dem das Cabaret für sich in Anspruch nimmt, die Rolle des Narren für sich zurückzuerobern! Gleichzeitig entsteht in derselben Stadt eine weitere neue Kunstform, das Variete. Hier geht es weniger um Wortbeiträge, sondern um mehr oder weniger derbe Unterhaltung. Es gibt Artisten, Kraftmenschen, Tänzer und mit dem CanCan auch erotische Darbietungen. Diese Künstler traten der Reihe nach unter Programmnummern auf. Noch heute nennt man daher Auftritte von Künstlern auch Nummern.
Was ist bis hierher geschehen: Aus den Darbietungen der fahrenden Schausteller entstanden auf der einen Seite zunächst fahrende Theatergruppen und auf der anderen Zirkusse. Die Theaterleute wurden nach und nach sesshaft und schließlich Teil des Bürgertums. Die Zirkusse traten weiter auf. Als bewusster Gegenpol zur bürgerlichen Kultur entstanden dann das Cabaret, das die Worttradition des Theaters aufgriff, und das Variete, das mit dem Zirkus verwandt ist.
Das Muster, das sich bereits jetzt erkennen lässt, ist immer dasselbe: Diese Kultur, von der hier die Rede ist, steht stets in Opposition zu den Herrschenden und trachtet danach, frei und unabhängig zu bleiben. Wird sie zu sehr von jenen vereinnahmt, etabliert sie sich also, entstehen neue Bewegungen und Richtungen, die ihre Freiheit neu behaupten.
Und so geht die Geschichte weiter, zwei Kriege versehrten, veränderten und verwirrten die Welt, danach entwickelte sich in Deutschland – wohin wir nun blicken – wieder die staatsgetragene Hochkultur, die Volkskultur hatte keinen richtigen Ort, hatte sie sich auch durch die volkstümelnde Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten ohnehin verdächtig gemacht. Dennoch entstanden ab etwa Anfang der 1970er-Jahre in der Gesellschaft – sozusagen dem Sozio – Gruppen, die Kultur machten. Diese Gruppen hatten das Ziel, es allen ohne Zugangsvoraussetzungen zu ermöglichen, sich kulturell zu engagieren. Die Sozio-Kultur mit ihrem Anspruch, Kultur von allen für alle zu machen, war geboren. In der Folge erkämpften sich diese Gruppen Orte, die von der Gesellschaft vergessen wurden: Alte Lagerhallen, Bunker, Lokschuppen oder eben auch Schlachthöfe, die sie besetzten, wo sie sich niederließen und ihre Kunst erprobten, zur Teilnahme offen stellten und vorführten. An diesen anfänglichen Nicht-Orten, was die Übersetzung von Utopie ist, lebten und verwirklichten sie ihre Utopien von einem friedlichen Zusammenleben der Menschen über den Weg der Kunst.
Im Laufe der Zeit professionalisierten sich die Gruppen. Es gab richtige Programme, festere Strukturen und Mietverträge, so dass die Häuser nicht länger besetzt wurden, es gab Menschen, die hauptberuflich einer Tätigkeit in der Soziokultur nachgingen. Auf diese Weise entstand über die Zeit eine hochprofessionalisierte eigene Kultursparte neben der staatsgetragenen Hochkultur, die über das Jahr gesehen sogar mittlerweile mehr Besucher anzieht als diese.
Getragen werden die Einrichtungen der Soziokultur, die über Landes- und einen Bundesverband organisiert ist, im Regelfalle von privaten Vereinen mit ehrenamtlichen Vorständen. So kann sie sich auf dem Wege dieses bürgerschaftlichen Engagements ihre Freiheit bewahren, die nötig ist, um nach wie vor zum Beispiel bissiges Kabarett, wie es nun heißt, anzubieten, damit heute wie damals die politischen Ereignisse persifliert, die Menschheit belehrt und ihr die Dummheit abgewöhnt wird.
Die Soziokultur leistet in ihrer Gesamtheit einen unverzichtbaren Beitrag zur politischen und kulturellen Bildung. Unzählige Projekte mit Schulen und Jugendzentren für Kinder und Jugendliche zeugen davon. Viele Bands und Comedians, die heute sehr bekannt sind, haben ihre Karrieren in Häusern der Soziokultur begonnen. Somit leistet die Soziokultur auch einen wesentlichen Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Der Alte Schlachthof präsentiert auf seinen Bühnen und Leinwänden Kabarett, Comedy, Konzerte, Kneipenkultur und ein Kino. Außerdem betreiben wir ein Ticketvorverkaufssystem, um möglichst vielen Veranstaltern eine einfache Möglichkeiten zu bieten, Tickets zu Kulturveranstaltungen zu verkaufen. Mehrere offene Theatergruppen proben bei uns, viele Parteien, Verbände und Vereine treffen sich regelmäßig in unseren Räumen.
Der Alte Schlachthof ist in genau diesem traditionellen Sinne bestrebt, zivilgesellschaftliches Engagement für eine freiheitliche, demokratische Grundordnung zu stärken und den humanistischen Geist in die Gesellschaft zu tragen, um dadurch zu einem friedlichen Zusammenleben beizutragen. Und Spaß darf das Ganze dabei auch noch machen!

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Das Büro ist ausschließlich mittwochs von 14:30 bis 18 Uhr geöffnet! 

Im Jahr 2020 wird es leider keinen Soester Sommer geben!

Es finden auch KEINE Gräftetrödel statt. Weitere Infos gibt es HIER.

Die Veranstaltungen “Johann König” am 14.01.2021 “Kapelle Petra” am 03.10.2020, “die feisten” am 16.9.2021, “Bastian Bielendorfer” am 13.12.2020 und “Ingrid Kühne” am 05.05.2021 sind ausverkauft!  

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