Was denken Kinder & Jugendliche im Kreis Soest über ihre Wohnorte und Lebenswelten?
Was gefällt Ihnen dort und was soll sich ändern?
Wo gibt es bisher für Sie Möglichkeiten ihr Umfeld mitzugestalten und wo fehlen sie?
Indem die Kids der Youth in Motion FilmCrew andere Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Kommunen interviewen und filmen,
zeigen sie den Menschen und der Politik im Kreis Soest, was sie als Kinder & Jugendliche im Kreis brauchen und wollen.
Youth in Motion geht als Projekt mit einer Kick-Off Veranstaltung im Dezember 2024 an den Start.
In 2025 findet in verschiedenen Jugendzentren im Kreis Soest und zentral im Bürgerzentrum Alter Schlachthof Filmworkshops statt zu Themen wie Interviewführung, Kamera und Ton, Schnittbilder aufzeichnen, Filmschnitt, Stopmotion-Filme, Graffiti.
Im Laufe des Jahres formiert sich eine Gruppe interessierter Kinder & Jugendlicher, die im Filmprojekt nicht nur punktuell, sondern dauerhaft mitmachen wollen: die YiM-FilmCrew!
Sie sammelt in den Workshops und bei zahlreichen Intervieweinsätzen Stimmen und Bilder von Kindern und Jugendlichen im Kreis Soest. Unterstützt wird sie dabei vom YiM-Projektteam, das auch die Workshops durchführt.
Einzelne Ergebnisse der Workshops und Interviews sind auf der YiM-Website und auf dem YiM-YouTube Kanal zu sehen.
Mehr Infos & Fotos zum Projektverlauf findet Ihr hier auf der Seite.
YiM 2026:
Im Januar 2026 startet gemeinsam mit der Filmcrew und dem Projektteam die Produktion der YiM-Filmreihe, die die Ergebnisse des gesamten Projektes präsentiert. Diese Filme werden im Juni 2026 erstmals öffentlich gezeigt.
Danach steht sie online zur Verfügung und wird an verschiedenen Orten und Gelegenheiten im Kreis Soest im Rahmen der Kinder & Jugendarbeit zu sehen sein.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Lebenswelten und Wohnorte ist seit langem gesetzlich vorgeschrieben: Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention garantiert das Recht, gehört zu werden, und die Berücksichtigung der Meinung entsprechend Alter und Reifegrad. Erst jüngst hat im Juli 2025 der Landtag die Einfügung eines Paragraphen zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in die Gemeindeordnung für das Land NRW beschlossen (§ 27 a GO NRW). Der Paragraph sieht vor, dass die Gemeinden in NRW Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen sollen. Dafür sind von den Gemeinden geeignete Beteiligungsverfahren zu entwickeln.
Erste inhaltliche Überlegungen zu dem Filmprojekt erfolgen Ende 2023 im Rahmen der Aller.Land*-Antragsphase von Michael Budde, Kreisjugendamt, zusammen mit Michael Osterhoff vom Alten Schlachthof. Als einzige Projektidee wird das Filmprojekt über die Antragsphase von Aller.Land hinweg 2024 weitergeführt, als klar wird, dass die Förderung der Umsetzungsphase von Aller.Land im Kreis Soest nicht bewilligt werden kann. Das Aller.Land-Kernteam – allen voran Ricarda Frede vom Kulturbüro Soest, Leader Region Lippe Möhnesee, die VHS, die Westfälischen Salzwelten u.a. – stimmt der Nutzung der letzten Projektgelder für das Filmprojekt zu, denn man erkennt hier den „Aller.Land“-Spirit verwirklicht:
„Kultur & Demokratieförderung für Kinder & Jugendliche: Selbstwirksamkeit durch Beteiligung.
Ganz im Sinne der AllerLand-Idee, kreisweite Strukturen zur Kultur- und Demokratieförderung aufzubauen und zu bespielen, versteht sich das Filmprojekt als Pilotprojekt beteiligungsorientiert und kreisweit mit Kindern und Jugendlichen kreativ zu arbeiten.“







In zwei Schritten sollen erst interessierte MitarbeiterInnen der Jugendzentren in Workshops und Vorträgen zu den Themen Ansprache & Filmtechnik geschult werden. Im Anschluss können diese wiederum mit interessierten Kindern und Jugendlichen Workshops organisieren und mit ihnen Interviews führen, Szenen aus dem Lebensumfeld aufzeichnen und mit Hilfe aus dem Filmteam schneiden. Die Produktion eines finalen Films soll mit einer Gruppe interessierter Kids erfolgen, die sich nach und nach herauskristallisiert. Sie wird vom Projektteam unterstützt.
Mitmachen können alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 9 bis 25 Jahren, die im Kreis Soest leben oder unterwegs sind. Im Rahmen des Projektes kann jedeR eine passende Rolle finden: vor oder hinter der Kamera stehen, andere Kinder und Jugendliche interviewen, Erfahrungen mit Schnitt und Nachbearbeitung machen, zeichnen, sprayen oder Musik produzieren.
• Aktivierung von Kindern und Jugendlichen in Ihrem Sozialraum
• Identifikation mit ihrem Lebensumfeld
• Förderung von Kreativität, Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung, sozialer und demokratischer Kompetenz
• Stärkung der Medienkompetenz durch Lernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Medium Film
• Schaffung einer Basis für eine gelingende Kinder- und Jugendbeteiligung in den Kommunen
• Steigerung der Attraktivität der Kommune
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Herbst 2024: Jugendämter & Fachkräfte der Jugendzentren des Kreises werden zur Teilnahme am Filmprojekt eingeladen, 11 von 14 Kommunen beteiligen sich. Zum Projektstart transportiert ein Trailer die Projektidee. Am 12. Dezember 2024 startet des Projektes mit einem Workshop des Pädagogen Dr. Sturzenhecker zum Thema „Vom Finden neuer Teilnehmer*innen zum partizipativen Filmprojekt – Wie macht man das in der offenen Kinder & Jugendarbeit?“ Ein Folgeworkshop baut auf die Aktivitäten der Jugendzentren am 25.3.25 auf. Zwei Filmtechnik-Workshops mit pädagogischen Fachkräften finden im Dezember 24 und Januar 25 statt. Die ersten Workshops zum Thema „Filmtechnik“ in einzelnen Jugendzentren beginnen im Februar 2025.
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Weitere Workshops in Jugendzentren finden statt. Doch die Akquise von Kindern & Jugendlichen ist für einige Jugendzentren herausfordernd, teilnehmenden Kinder & Jugendlichen wechseln häufiger als erwartet, die Zusammensetzung der Gruppen bleibt nicht konstant. Ein selbständiges Arbeiten am Projektthema findet nur in Ausnahmen statt.
Zusätzlich bringt ein umfangreicher Personalwechsel im Projektteam den Projektverlauf ins Stocken – die drei Filmemacher und Ricarda Frede verlassen das Team und der Filmemacher Michael Osterhaus steigt ein. Einige Jugendzentren verabschieden sich aus dem Projekt.
Durch die Erfahrungen in den Workshops der Jugendzentren und im Projektverkauf wird das YiM-Konzept immer wieder den Bedingungen und Bedarfen angepasst:
Um interessierten Kindern & Jugendlichen genug Anlaufstellen zu bieten, wird ab Juni eine Reihe von monatlichen Workshops in Soest am Alten Schlachthof angeboten.
Zusätzlich werden ausgewählte Schulen angeschrieben in einzelnen Kommunen.
Im Verlauf der offenen Workshops und der Workshops in den Jugendzentrum bildet sich ein fester Kern von Kindern & Jugendlichen, die gemeinsam mit dem Projektteam interessierte Gruppen und Institutionen besuchen und dort Interviews führen (z.B. den Zirkus Balloni oder die Jugendgarde in Hirschberg und Warstein).
Insgesamt finden zehn Workshops in Jugendzentren in Geseke, Lippstadt, Körbecke, Werl, Rüthen, Anröchte, Warstein und bei den Stadtdetektiven in Soest statt.
Sechs offene Workshops werden im Alten Schlachthof zu den Themen „YiM kennenlernen“, „Stoppmotion, Greenscreen & Graffiti“, „Interviews führen“, „Schnitttechnik“, „Schnittbilder aufzeichnen“ und „finalen Film planen“ durchgeführt.
Die YiM FilmCrew führe mit Unterstützung des Projektteams knapp über zehn Intervieweinsätze im Kreisgebiet durch.
Damit kann das Projekt sein Ziel erreichen, eine große Bandbreite an Eindrücken, Meinungen und Einblicken in die Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen im Kreisgebiet zu bekomme
Im Dezember 2025 hat sich ein fester Kern aus ca. 12 interessierten Kindern & Jugendlichen gebildet, die häufig zu den Workshops kommen oder sich für eine ganz bestimmte Rolle im Projekt interessieren (Drohne, Sprecherin, Cut o.ä.). Zudem wird es notwendig, mit einer festen Gruppe in die Planung der Produktion der finalen Serie einzusteigen. Zeit, die YiM-Filmcrew zu gründen! Jeder sucht sich seine Rollen aus und es finden Redaktionssitzungen statt, in der die finale Serie ihre Form bekommt, die Abläufe und das Studio geplant wird.
Eine Band aus Körbecke erklärt sich bereit die Musik für die YiM Filme zu liefern.
Ab März beginnen die Schnittarbeiten, die sich bis Juni hinziehen.
Am 29.5.26 wird im Alten Schlachthof das YiM Filmstudio aufgebaut. In selbst geplanten und gebastelten Kulissen werden nun am 30. und 31.5. die Studioaufnahmen für den Film aufgezeichnet und Studiogäste eingeladen: Angesprochen sind der Landrat, ein Bürgermeister, eine Fachkraft eines Jugendzentrums und Michael Budde vom Kreis Soest. Ein ModeratorInnenduo führt durch die Sendung gemeinsam mit unseren ReporterInnen, die im Kreis unterwegs sind und waren.
Eingeladen sind
• natürlich alle Kinder & Jugendlichen.
• alle, die sich in den 1,5 Jahren Projektdauer an dem Projekt beteiligt haben.
• alle, die in der kommunalen Politik zum Thema „Beteiligung“ oder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
• alle, die mit und für Kinder & Jugendliche tätig sind, z.B. in Schulen, Kitas, Jugendzentren, Vereinen, Organisationen und Verbänden.
• alle Eltern, Geschwister und Großeltern.
Also eigentlich ALLE!
Bei der Premiere wird nicht nur präsentiert, sondern auch diskutiert: Die FilmCrew und das Projektteam laden zu einem Gespräch ein darüber, wie Mitbestimmung im Kreis Soest wachsen und funktionieren kann.
Wenn das YiM-Projekt selbst mit der Premiere zu Ende ist, ist das Ziel des Projektes noch lange nicht erreicht: Beteiligung von Kindern & Jugendlichen an der Gestaltung ihrer Wohnorte & Lebenswelten. Aber der Film kann ein wichtiges Werkzeug sein, diesem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen.
Im Projekt durften wir erfahren, dass es in vielen Schulen schon gute bestehende, lebendige Strukturen für Beteiligung gibt. Auf kommunaler Ebene sind wir als Gesellschaft im Experimentiermodus:
Wie kann Beteiligung von Kindern & Jugendlichen gelingen? Was braucht es dafür? Was sind Erfolgsfaktoren?
Hier kann der Film ins Thema einführen und in den Dialog einladen. Um dann gemeinsam zu schauen, was konkrete nächste Schritte sein könnten.
Haben Sie Ideen, wo der Film eingesetzt werden kann um Menschen für das Thema zu mobilisieren? Legen Sie los!
Er ist frei im Internet verfügbar und kann in Schulen, Jugendzentren, Ausschüssen etc. gezeigt werden.